Ausstellung in Ludwigsburg eröffnet

Ludwigsburg, Ausstellung 2017

Ludwigsburg, Ausstellung 2017

Die Ausstellung „Rückkehr ins Leben – SS Geiseln am Pragser Wildsee“ wurde am 6. Juli 2017 im Landesarchiv Baden Württemberg – Staatsarchiv Ludwigsburg, in Ludwigsburg eröffnet. In der Ausstellung wird der Leidensweg und die Befreiung der 139 Sippen- und Sonderhäftlinge dokumentiert. Anlässlich der Eröffnung wies Direktor Dr. Peter Müller darauf hin, dass die Ausstellung mit Originaldokumenten aus dem Archiv ergänzt wurden, die in Tischvitrinen zur Ansicht ausgestellt sind.

Die Ausstellung bleibt bis zum 29. August 2017 zugänglich.

Öffnungszeiten: Montag – Donnerstag: 09.00-16.30 Uhr

Freitag: 09.00 – 15.30 Uhr (Samstag und Sonntag geschlossen)

Anschrift: Landesarchiv Baden – Württemberg – Staatsarchiv Ludwigsburg

Arsenalplatz 3, 71638 Ludwigsburg

Begleitprogramm:

Dienstag, 18. Juli 2017  19.00 Uhr

Vortrag von Dr. Alfred von Hofacker: „Caesar von Hofacker – Wegbereiter für Hitler und Widerstandskämpfer gegen Hitler. Ein Widerspruch?“

Gedenkveranstaltung in Toblach und Bruneck

Am 30. April 2017 jährte sich zum zweiundsiebzigsten Mal der Tag der Befreiung der Sippen- und Sonderhäftlinge in Niederdorf und in Prags. Aus diesem Anlass hat der Förderverein ZeitgeschichtsArchiv Pragser Wildsee die traditionelle Gedenkveranstaltung in Toblach und Bruneck organisiert.

Als Gäste kamen Horst Seizinger und Berthold Goerdeler nach Südtirol. Am 26. April fand in der Aula der Mittelschule Toblach eine Begegnung mit den Schülern der 3. Klassen und am 27. April 2017 im Sprachen- und Realgymnasium Bruneck eine Begegnung mit den Schülern der Maturaklassen statt.

Berthold Goerdeler sprach über die Beweggründe, die seinen Großvater, den Oberbürgermeisters von Leipzig, Carl Friedrich Goerdeler, zum Gegner des Nationalsozialismus werden ließen und über seine moralischen und politischen Grundeinstellungen.

Horst Seizinger, Mitglied des Zaubergäuvereines, Historiker und ehemaliger Schulrektor, sprach über die Verbindungen zwischen der Familie Goerdeler und seiner Heimat Güglingen in Baden-Würtemberg. Carl Friedrich Goerdeler hatte nämlich im Zabergäu, in der Nähe von Cleebronn, im Jahre 1944 das Gut Katharinenplaisir erworben und dort den Großteil seiner Familie untergebracht. Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 waren dort die Familienmitglieder von Carl Friedrich Goerdeler verhaftet worden und das Gut wurde beschlagnahmt.

In beiden Schulen wurden die Referate von Berthold Goerdeler und Horst Seizinger von den Südtiroler Schülern aufmerksam und interessiert verfolgt. Anwesend bei den gelungenen Veranstaltungen in Toblach und Bruneck waren die jeweiligen Schulleiter Dr. Stephan Oberrauch und Dr. Zäzilia Moser. Der Förderverein ZeitgeschichtsArchiv Pragser Wildsee war durch Dr. Caroline Heiss und den Vorsitzenden Jens Kappel vertreten.

v.l: Caroline Heiss, Horst Seizinger, Jens Kappel, Zäzilia Moser, Berthold Goerdeler

v.l.:  Caroline Heiss, Horst Seizinger, Jens Kappel, Zäzilia Moser, Berthold Goerdeler

Bernau

Eröffnung der Ausstellung „Rückkehr ins Leben“ in Bernau bei Berlin

Die Ausstellung in Bernau bei Berlin

Die Ausstellung in Bernau bei Berlin

Am 28. Februar 2017 wurde in Bernau bei Berlin die Ausstellung „Rückkehr ins Leben“ eröffnet. Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag von Brandenburg, Ingo Senftleben, konnte dazu Alfred von Hofacker, Werner von Scheven und Walter Boaretto begrüßen. Vor einem zahlreichen und interessierten Publikum referierte Werner von Scheven über den militärischen Widerstand in der NS-Zeit, gefolgt von Alfred von Hofacker, der über seine Erfahrungen als Sippenhäftling sprach. Abschließend erzählte Walter Boaretto, als Vertreter des Fördervereins Zeitgeschichtsarchiv Pragser Wildsee, über die Entstehung der Ausstellung „Rückkehr ins Leben“ und des Buches „SS-Geiseln in der Alpenfestung“ von Hans-Günter Richardi.

Die Ausstellung „Rückkehr ins Leben“ bleibt bis zum 28. März 2017 im Paulus Praetorius Gymnasium in Bernau.

Anschließend wird die Ausstellung über den Transport der 139 Sippen- und Sonderhäftlingen und ihre Befreiung in Niederdorf/Prags in Weissenfels-Langendorf zu sehen sein. Die Ausstellungseröffnung erfolgt am 20. Mai 2017 in der Klosterkirche von Langendorf.

Im Anschluss darauf wird die Ausstellung „Rückkehr ins Leben“ am 6. Juli 2017 im Staatsarchiv Ludwigsburg eröffnet werden.

Foto: Die Veranstaltung in der Aula des Claudius Praetorius Gymnasium in Bernau, v.l.n.r. Ingo Senftleben, Werner von Scheven, Alfred von Hofacker und Walter Boaretto.



 

Sitzung des Vorstandes am 1. Dezember 2016 im Hotel Pragser Wildsee

Sitzung des Vorstandes am 1. Dezember 2016

Am 1. Dezember 2016 kamen im Hotel Pragser Wildsee die Mitglieder des Vorstandes des FÖRDERVEREINES ZEITGESCHICHTSARCHIV PRAGSER WILDSEE zusammen.

Der Vorsitzende Jens Kappel gab einen allgemeinen Rückblick auf die Tätigkeit des Fördervereines im abgelaufenen Jahr.

Rückschau hielt man auch auf die Tagung, die vom 5. bis zum 7. Oktober 2016 zum Thema „DER ERSTE WELTKRIEG ZWISCHEN BOZEN, TRIENT UND TRIEST“ im Hotel Pragser Wildsee stattfand.

Weiters wurden die geplanten Projekte für das kommende Jahr 2017 besprochen.

 

Neu erschienen: 4. Band ZeitgeschichtsSchriften Pragser Wildsee

Das Vermächtnis des Widerstandes gegen das NS-Regime

Titelbild Band 4 ZeitgeschichtsSchriften Pragser Wildsee

Band 4 ZeitgeschichtsSchriften Pragser Wildsee

Gedenktagung zur Erinnerung an die Befreiung des Transports der Sippen- und Sonderhäftlinge in Südtirol vor 70 Jahren

Herausgegeben von Hans-Günter Richardi im Auftrag von Berthold und Dr. Maria Goerdeler (Stiftung Logos & Ethos, München und Vilsbiburg)

Das Buch enthält alle Referate der Gedenktagung im Juni 2015.

Zu beziehen über die Stiftung Logos & Ethos, Berthold Goerdeler, Paul-Erbe-Straße 7, D-85778 Haimhausen

zum Preis von 24 Euro       (ISBN 978-3-940732-27-9).

I n h a l t

Hans-Günter Richardi:

Das Gedenken an die Befreiung der SS-Geiseln vor 70 Jahren

Mario H. Müller:

4. ZeitgeschichtsTage Pragser Wildsee – eine Übersicht

Hans Heiss:

An einer neuen Schwelle der Erinnerung

Jürgen Müller-Hohagen:

Das lange Schweigen nach dem Drama

Ekkehard Klausa:

Sie kamen aus dem „Stahlhelm“

Frank-Lothar Kroll:

Europavorstellungen und europäische Neuordnungspläne im deutschen Widerstand

Gottfried Brezger:

Dietrich Bonhoeffers Weg in den Tod und sein Blick in die Zukunft

Cajetan von Aretin:

Tragische Helden

Hans Heiss:

Erinnerung und Recht, Versöhnung und Freiheit


Dr. Tilman Pünder zu Gast in Toblach und Bruneck

die Teilneher an der Veranstaltung in Toblach

im Bild von links nach rechts, die Teilnehmer an der Veranstaltung in der Mittelschule Toblach:
der Bürgermeister von Niederdorf, Herbert Fauster; der Direktor der Mittelschule Toblach, Stephan Oberrauch; der Obmann des Fördervereines Zeitgeschichstsarchiv Pragser Wildsee, Jens Kappel; der Zeitzeuge und Referent Dr. Tilman Pünder mit seiner Frau; der stellvertretende Direktor der Mittelschule Toblach, Hermann Rogger.

Mit dem Zusammentreffen des Zeitzeugen Dr. Tilman Pünder und den Schülern der Mittelschule Toblach und des Realgym- nasiums Bruneck erinnern der Förderverein Zeitgeschichts- archiv Pragser Wildsee und die Gemeinde Niederdorf an den Transport von promi-nenten Sippen- und Sonderhäftlingen aus deutschen Konzentrationslagern, der am 28. April 1945 in Niederdorf eintraf.

Die 139 Gefangenen aus siebzehn Nationen waren als Geiseln der SS nach Südtirol verschleppt worden, wo sie dem Chef der Sicherheitspolizei und des SD, SS-Obergruppenführer und General der Polizei Dr. Ernst Kaltenbrunner, für Verhand- lungen mit den Alliierten zur Verfügung stehen sollten.

Unter den Internierten befand sich auch  Hermann Pünder, der Vater von Tilman Pünder, welcher 1944 wegen Kontakten zu Carl Goerdeler verhaftet worden war.

Dr. Hermann Pünder (1888 – 1971), seit 1922 Mitglied der Zentrumspartei, war bis 1933 Chef der Reichskanzlei in Berlin. Sein Sohn, Dr. Tilman Pünder erzählte den Schülerinnen und Schülerin die Geschichte seines Vaters und seiner Familie während der Zeit des Nationalsozialismus und der unmittelbaren Nachkriegszeit.

Die Vorträge in Toblach und Bruneck fanden im Rahmen der seit dem Jahre 2005 alljährlich stattfindenden Veranstaltungen in Gedenken an die Befreiung der Sippen- und Sonderhäftlinge statt.

Dr. Johann Passler neues Ehrenmitglied

Dr. Johann PasslerIm Rahmen der Vollversammlung des FÖRDERVEREINES ZEITGESCHICHTSARCHIV PRAGSER WILDSEE  am 26. Februar 2016 wurde der ehemalige Vorsitzende   Dr. Johann Passler  zum Ehrenmitglied ernannt.

 

 

 


Neuer Vorsitzender: Jens Kappel

Jens KappelBei der Vollversammlung am 26. Februar 2016 wurde ein neuer Präsident gewählt: es ist Jens Kappel. Zu seiner Stellvertreterin (Vizepräsidentin) ernannte die Versammlung Frau Dr. Caroline Heiss.