Jährliches Gedenken an den Gefangenentransport

Linkes Bild: Der Referent Dr. Jens van Scherpenberg bei der Veranstaltung im Sprachen- und Realgymnasium "Nikolaus Cusanus" in Bruneck am 27. Mai 2018. Rechtes Bild: Bei der Gedenkveranstaltung in der Mittelschule Toblach. V.l.: Dr. Hermann Rogger, Peter Seiwald, Dr. Jens Kappel, Dr. Jens van Scherpenberg, Frau van Scherpenberg, Dr. Stephan Oberrauch

Linkes Bild: Der Referent Dr. Jens van Scherpenberg bei der Veranstaltung im Sprachen- und Realgymnasium „Nikolaus Cusanus“ in Bruneck am 27. Mai 2018.       Rechtes Bild: Bei der Gedenkveranstaltung in der Mittelschule Toblach. V.l.: Dr. Hermann Rogger, Peter Seiwald, Dr. Jens Kappel, Dr. Jens van Scherpenberg, Hanna van Scherpenberg, Dr. Stephan Oberrauch


Auch in diesem Jahr erinnerte der Förderverein ZeitgeschichtsArchiv Pragser Wildsee an die Befreiung der Sippen- und Sonderhäftlinge.

Dr. Jens van Scherpenberg traf aus diesem Anlass am 26. und am 27. Mai 2018 die Schulgemeinschaften der Mittelschule Toblach und des Sprachen – und Realgymnasiums „Nikolaus Cusanus“ in Bruneck.

Dr. Jens van Scherpenberg sprach über das Leben seines Großvaters Dr. Hjalmar Schacht, dessen Aufstieg zu einem der weltweit bekanntesten Finanzexperten und seinen Verstrickungen mit dem Nazi-Regime. Hjalmar Schacht war nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 von der Gestapo als verdächtiger Unterstützer verhaftet worden und kam als Sonderhäftling nach Niederdorf und Prags, wo er zunächst befreit wurde. Anschließend wurde er als einer der Hauptangeklagten beim Nürnberger Kriegsverbrecherprozess vor Gericht gestellt und freigesprochen.

In Toblach und in Bruneck wurden die Referate von Dr. Jens van Scherpenberg von den Schülern aufmerksam und interessiert verfolgt. Anwesend bei den gelungenen Veranstaltungen waren die jeweiligen Schulleiter Dr. Stephan Oberrauch, Dr. Anna – Maria Klammer und Dr. Zäzilia Moser. Der Förderverein ZeitgeschichtsArchiv Pragser Wildsee war durch Dr. Caroline Heiss und den Vorsitzenden Jens Kappel vertreten.

Jährliche Erinnerung an den Gefangenentransport

Wie jedes Jahr erinnert der Förderverein Zeitgeschichtsarchiv Pragser Wildsee an die Befreiung der Sippen – und Sonderhäftlinge im Jahre 1945. Heuer ist Dr. rer. pol. Jens van Scherpenberg zu Gast. Der Enkel von Hjalmar Schacht wird über seinen Großvater referieren und dessen Rolle während der Weimarer Republik und im Dritten Reich beschreiben.
Es sind zwei Vorträge geplant: einer in der Mittelschule Toblach (am 26. April 2018) und einer im Nicolaus-Cusanus-Gymnasium Bruneck (am 27. April 2018).

Marie-Gabriele Gräfin Schenk von Stauffenberg verstorben

Marie Gabriele von Stauffenberg

Marie Gabriele Gräfin Schenk von Stauffenberg

 

 

 

Der Förderverein Zeitgeschichtsarchiv Pragser Wildsee trauert um sein Ehrenmitglied Marie-Gabriele Schenk Gräfin von Stauffenberg, die am Freitag, 6. März 2018 im 104. Lebensjahr verstorben ist. Die Aktivitäten unseres Vereines hat Gräfin Schenk von Stauffenberg stets interessiert verfolgt und tatkräftig unterstützt. Mit Südtirol, vor allem mit Niederdorf und dem Pragser Wildsee, war sie ganz besonders verbunden.

Wir verlieren eine eindrucksvolle Persönlichkeit, die uns stets Vorbild sein wird.

Ludolf von Alvensleben

Trauer um Ludolf von Alvensleben

Der Förderverein Zeitgeschichtsarchiv Pragser Wildsee trauert um Ludolf von Alvensleben, der am Freitag, 29. September 2017 in Hannover plötzlich und unerwartet verstorben ist. Wir verlieren mit Ludolf von Alvensleben ein engagiertes Vereinsmitglied, einen aktiven Förderer und einen langjährigen, guten Freund.

Unser tiefempfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie, insbesondere seiner Frau Adelheid und seinen Kindern.

Ausstellung in Ludwigsburg eröffnet

Ludwigsburg, Ausstellung 2017

Ludwigsburg, Ausstellung 2017

Die Ausstellung „Rückkehr ins Leben – SS Geiseln am Pragser Wildsee“ wurde am 6. Juli 2017 im Landesarchiv Baden Württemberg – Staatsarchiv Ludwigsburg, in Ludwigsburg eröffnet. In der Ausstellung wird der Leidensweg und die Befreiung der 139 Sippen- und Sonderhäftlinge dokumentiert. Anlässlich der Eröffnung wies Direktor Dr. Peter Müller darauf hin, dass die Ausstellung mit Originaldokumenten aus dem Archiv ergänzt wurden, die in Tischvitrinen zur Ansicht ausgestellt sind.

Die Ausstellung bleibt bis zum 29. August 2017 zugänglich.

Öffnungszeiten: Montag – Donnerstag: 09.00-16.30 Uhr

Freitag: 09.00 – 15.30 Uhr (Samstag und Sonntag geschlossen)

Anschrift: Landesarchiv Baden – Württemberg – Staatsarchiv Ludwigsburg

Arsenalplatz 3, 71638 Ludwigsburg

Begleitprogramm:

Dienstag, 18. Juli 2017  19.00 Uhr

Vortrag von Dr. Alfred von Hofacker: „Caesar von Hofacker – Wegbereiter für Hitler und Widerstandskämpfer gegen Hitler. Ein Widerspruch?“

Gedenkveranstaltung in Toblach und Bruneck

Am 30. April 2017 jährte sich zum zweiundsiebzigsten Mal der Tag der Befreiung der Sippen- und Sonderhäftlinge in Niederdorf und in Prags. Aus diesem Anlass hat der Förderverein ZeitgeschichtsArchiv Pragser Wildsee die traditionelle Gedenkveranstaltung in Toblach und Bruneck organisiert.

Als Gäste kamen Horst Seizinger und Berthold Goerdeler nach Südtirol. Am 26. April fand in der Aula der Mittelschule Toblach eine Begegnung mit den Schülern der 3. Klassen und am 27. April 2017 im Sprachen- und Realgymnasium Bruneck eine Begegnung mit den Schülern der Maturaklassen statt.

Berthold Goerdeler sprach über die Beweggründe, die seinen Großvater, den Oberbürgermeisters von Leipzig, Carl Friedrich Goerdeler, zum Gegner des Nationalsozialismus werden ließen und über seine moralischen und politischen Grundeinstellungen.

Horst Seizinger, Mitglied des Zaubergäuvereines, Historiker und ehemaliger Schulrektor, sprach über die Verbindungen zwischen der Familie Goerdeler und seiner Heimat Güglingen in Baden-Würtemberg. Carl Friedrich Goerdeler hatte nämlich im Zabergäu, in der Nähe von Cleebronn, im Jahre 1944 das Gut Katharinenplaisir erworben und dort den Großteil seiner Familie untergebracht. Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 waren dort die Familienmitglieder von Carl Friedrich Goerdeler verhaftet worden und das Gut wurde beschlagnahmt.

In beiden Schulen wurden die Referate von Berthold Goerdeler und Horst Seizinger von den Südtiroler Schülern aufmerksam und interessiert verfolgt. Anwesend bei den gelungenen Veranstaltungen in Toblach und Bruneck waren die jeweiligen Schulleiter Dr. Stephan Oberrauch und Dr. Zäzilia Moser. Der Förderverein ZeitgeschichtsArchiv Pragser Wildsee war durch Dr. Caroline Heiss und den Vorsitzenden Jens Kappel vertreten.

v.l: Caroline Heiss, Horst Seizinger, Jens Kappel, Zäzilia Moser, Berthold Goerdeler

v.l.:  Caroline Heiss, Horst Seizinger, Jens Kappel, Zäzilia Moser, Berthold Goerdeler

Bernau

Eröffnung der Ausstellung „Rückkehr ins Leben“ in Bernau bei Berlin

Die Ausstellung in Bernau bei Berlin

Die Ausstellung in Bernau bei Berlin

Am 28. Februar 2017 wurde in Bernau bei Berlin die Ausstellung „Rückkehr ins Leben“ eröffnet. Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag von Brandenburg, Ingo Senftleben, konnte dazu Alfred von Hofacker, Werner von Scheven und Walter Boaretto begrüßen. Vor einem zahlreichen und interessierten Publikum referierte Werner von Scheven über den militärischen Widerstand in der NS-Zeit, gefolgt von Alfred von Hofacker, der über seine Erfahrungen als Sippenhäftling sprach. Abschließend erzählte Walter Boaretto, als Vertreter des Fördervereins Zeitgeschichtsarchiv Pragser Wildsee, über die Entstehung der Ausstellung „Rückkehr ins Leben“ und des Buches „SS-Geiseln in der Alpenfestung“ von Hans-Günter Richardi.

Die Ausstellung „Rückkehr ins Leben“ bleibt bis zum 28. März 2017 im Paulus Praetorius Gymnasium in Bernau.

Anschließend wird die Ausstellung über den Transport der 139 Sippen- und Sonderhäftlingen und ihre Befreiung in Niederdorf/Prags in Weissenfels-Langendorf zu sehen sein. Die Ausstellungseröffnung erfolgt am 20. Mai 2017 in der Klosterkirche von Langendorf.

Im Anschluss darauf wird die Ausstellung „Rückkehr ins Leben“ am 6. Juli 2017 im Staatsarchiv Ludwigsburg eröffnet werden.

Foto: Die Veranstaltung in der Aula des Claudius Praetorius Gymnasium in Bernau, v.l.n.r. Ingo Senftleben, Werner von Scheven, Alfred von Hofacker und Walter Boaretto.



 

Sitzung des Vorstandes am 1. Dezember 2016 im Hotel Pragser Wildsee

Sitzung des Vorstandes am 1. Dezember 2016

Am 1. Dezember 2016 kamen im Hotel Pragser Wildsee die Mitglieder des Vorstandes des FÖRDERVEREINES ZEITGESCHICHTSARCHIV PRAGSER WILDSEE zusammen.

Der Vorsitzende Jens Kappel gab einen allgemeinen Rückblick auf die Tätigkeit des Fördervereines im abgelaufenen Jahr.

Rückschau hielt man auch auf die Tagung, die vom 5. bis zum 7. Oktober 2016 zum Thema „DER ERSTE WELTKRIEG ZWISCHEN BOZEN, TRIENT UND TRIEST“ im Hotel Pragser Wildsee stattfand.

Weiters wurden die geplanten Projekte für das kommende Jahr 2017 besprochen.