Am 11. Mai wurde die Ausstellung „Rückkehr ins Leben“ von Hans-Günter Richardi in Capri eröffnet, wobei neben einem interessierten Publikum auch der Bürgermeister von Capri Dr. Paolo Falco anwesend war. Erfreulicherweise wurde darüber in zahlreichen namhaften italienischen Zeitungen (la Repubblica, Il Messaggero, la Gazzetta del Mezzogiorno u.a.) berichtet.News
Ausstellung „Rückkehr ins Leben“ in Capri eröffnet
Am 11. Mai wurde die Ausstellung „Rückkehr ins Leben“ von Hans-Günter Richardi in Capri eröffnet, wobei neben einem interessierten Publikum auch der Bürgermeister von Capri Dr. Paolo Falco anwesend war. Erfreulicherweise wurde darüber in zahlreichen namhaften italienischen Zeitungen (la Repubblica, Il Messaggero, la Gazzetta del Mezzogiorno u.a.) berichtet.Ausstellung „Rückkehr ins Leben – Die Befreiung der SS-Geiseln“ auf der Insel Capri

Wir trauern um Hans-Manfred Rahtgens

Der Förderverein Zeitgeschichtsarchiv Pragser Wildsee nimmt Abschied von seinem ehemaligen Mitglied, Herrn Hans-Manfred Rahtgens, welcher am 27. Dezember 2025 verstorben ist.
Wir bedanken uns für die jahrelange Unterstützung und Freundschaft und werden ihm eine ehrendes Andenken bewahren.
Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Frau Elisabeth und seiner Familie.
Der Vorstand
des Zeitgeschichtsarchives
Pragser Wildsee
Wir trauern um Hans-Dietrich Schröder (1937-2025)

Der Förderverein Zeitgeschichtsarchiv Pragser Wildsee trauert um sein Ehrenmitglied Hans-Dietrich Schröder, der am 24. November 2025 verstorben ist. Hans-Dietrich Schröder war im Jahre 1945 als achtjähriger Junge mit seiner Mutter und seinen beiden Geschwistern Harring und Sibylle-Maria im SS-Gefangenentransport nach Niederdorf/Prags verschleppt worden. Nach der Rückkehr nach Deutschland entschied sich Hans-Dietrich Schröder für den Beruf des Pastors und folgte somit dem Vorbild seines Vaters Johannes. Seit seiner Pensionierung lebte er in einer Seniorenresidenz in Flensburg. Trotz der großen Entfernung zwischen Schleswig – Holstein und Südtirol verfolgte Hans-Dietrich Schröder stets interessiert die Tätigkeit unseres Vereines. Unvergessen sind uns seine Besuche mit seiner Frau Margrit am Pragser Wildsee und in der Volksschule von Toblach. Als Zeichen unserer Wertschätzung war ihm die Ehrenmitgliedschaft verliehen worden. Mit ihm verlässt uns der letzte Zeitzeuge des Gefangenentransportes.
Wir sprechen den Familienangehörigen unser aufrichtiges Beileid aus.
Erinnerung an die Befreiung der Sippen- und Sonderhäftlinge in der Mittelschule Toblach
Zum Gedenken an die Befreiung der Sippen- und Sonderhäftlinge in Niederdorf im April 1945 organisiert der Förderverein Zeitgeschichtsarchiv Pragser Wildsee alljährlich eine Veranstaltung mit Zeitzeugen. In diesem Jahr ist anlässlich des 80. Jahrtages der Befreiung der Häftlinge Carl Goerdeler ins Hochpustertal gekommen und ist mit der Schulgemeinschaft der Mittelschule Toblach zusammengetroffen.
Carl Goerdeler erzählte im Zeitzeugengespräch in der Mittelschule in Toblach von den eigenen Erlebnisses während des Krieges und dem Schicksal seiner Familie. Die Toblacher Mittelschüler der zweiten und dritten Klassen, begleitet von Schuldirektorin Ulrike Mair und Vize-Direktor Hermann Rogger, zeigten großes Interesse und unterstrichen damit, wie wichtig es ist, dass sich die Jugend mit zeitgeschichtlichen Themen und einer kritischer Auseinandersetzung mit der Vergangenheit befasst. An der Veranstaltung nahmen auch der Bürgermeister von Niederdorf Günther Wisthaler und die Eigentümerin des Hotels Pragser Wildsee Caroline Heiss teil.
Foto: Carl Goerdeler (Mitte) in der Aula der Mittelschule Toblach, mit (v.l.n.r) Margot Pizzini Dalsass, Günther Wisthaler, Caroline Heiss, Walter Boaretto, Peter Seiwald.
Hans-Günther Richardi (1939-2025)
Hans-Günter Richardi (1939-2025)
In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass Hans-Günter Richardi am 25. April 2025 in Dachau verstorben ist. Er war Gründer und Ehrenmitglied unseres Vereins und ein großes Vorbild für uns alle.
Im Jahre 2003 war Hans-Günter Richardi nach Südtirol gekommen, um ein Projekt zu realisieren, das unser aller Leben bereichert hat. Genauso wie er zuvor mittels zahlreicher Publikationen den ehemaligen Häftlingen des Konzentrationslagers Dachau eine Stimme gegeben hatte, um die Erinnerung an sie zu bewahren, so hat er auch das Geschehen um die Geiselbefreiung in Niederdorf/Prags vom April 1945 detailliert rekonstruiert und für die zukünftigen Generationen erhalten.
Sein Buch „SS-Geiseln in der Alpenfestung“ und seine Ausstellung “Rückkehr ins Leben” wurden im Jahre 2005 präsentiert und daraus entwickelte sich eine Erfolgsgeschichte. Das Buch erschien in mehreren Auflagen und die Ausstellung „Rückkehr ins Leben“ wurde aufgrund der großen Nachfrage zur Wanderausstellung und in 36 Orten in Italien, Österreich, Deutschland und Polen gezeigt. Vor allem aber ist es das große Verdienst von Hans-Günter Richardi, an ein Ereignis der Zeitgeschichte erinnert zu haben, welches in Vergessenheit geraten war. Dabei gelang es ihm nicht nur die Geschichte aufzuarbeiten und zu bewahren, aber vor allem Menschen aus verschiedenen Regionen Europas zusammenzuführen. Aufgrund seiner Bemühungen und seines unermüdlichen Einsatzes sind grenzüberschreitende Freundschaften zwischen Personen, Gemeindeverwaltungen und Schulgemeinschaften entstanden, die bis heute bestehen.
Aufgrund seiner außerordentlichen Leistungen wurde Hans-Günter Richardi mehrfach geehrt und ausgezeichnet. Für seine Verdienste im kulturellen Bereich zur Förderung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Italien und der Bundesrepublik Deutschland erhielt er am 30. Oktober 2015 in Rom den Preis „Premio europeo Capo Circeo“. Im Oktober 2022 verlieh ihm der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland „für seine Verdienste als unermüdlicher Erforscher der Zeitgeschichte zum Wohle der Allgemeinheit“.
Fördervereins Zeitgeschichtsarchiv Pragser Wildsee
Neuerscheinung: Buch über Carl Goerdeler
Neu im Buchhandel:
Neuerscheinung: John McCabe Acht Tage im April – Dietrich Bonhoeffers letzter Weg nach Flossenbürg
Wir weisen darauf hin, dass am 1. Mai 2025 das Buch „Acht Tage im April – Dietrich Bonhoeffers letzter Weg nach Flossenbürg“ erscheinen wird.
Der Autor John McCabe ist Pfarrer der Anglikanischen Kirche, Rektor der St. Mary’s Church Byfleet in der Diozöse Guildford und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Von-Hügel-Institute, Cambridge.
Ernennung zum Institutsdirektor
Der Historiker und Professor für Zeitgeschichte an der Universität Bozen Andrea Di Michele wurde kürzlich zum wissenschaftlichen Direktor des Institutes für Geschichte des Widerstandes und der Zeitgeschichte “Ferruccio Parri” in Mailand ernannt. Diese 1949 gegründete Einrichtung koordiniert das Netzwerk der Institute für die Geschichte des Widerstands und der Zeitgeschichte in ganz Italien
Prof. Andrea Di Michele ist seit vielen Jahren Mitglied unseres Vereines und war auch mehrmals Referent anlässlich von zeitgeschichtlichen Tagungen am Pragser Wildsee.
Wir gratulieren ihm zur bedeutenden Ernennung und wünschen ihm alles Gute und viel Erfolg für seine wissenschaftliche Arbeit.
